Der A bis Z Guide der Gastronomie

Unterwegs in einer neuen Stadt, einem neuen Land und geplagt von Magenknurren? Auf Shopping-Tour in eurer Uni-Stadt und keine Lust auf ein Brötchen vom nächsten Bäcker? Lust, mit Freunden oder dem Liebsten mal wieder was Besonderes zu essen oder zu trinken?

Hier findet ihr von nun an, wie auch in unserem A bis Z Shopping Guide, unsere liebsten gastronomischen Locations, die wir in neu bereisten Städten, unseren Wohnorten oder in der guten alten Heimat entdecken bzw. entdeckt haben. Sortiert wird alphabetisch nach Namen der Städte, Informationen zum Speise- und Getränkeangebot findet ihr in der Beschreibung zum jeweiligen Restaurant.

In diesem Sinne, Prost und guten Appetit!

(Ihr kennt ein fantastisches Restaurant oder eine tolle Bar mit dem besonderen Etwas in eurer Nähe oder habt sie auf eurer letzten Reise entdeckt, findet sie aber hier nicht? Sagt uns per Mail oder im Kommentar Bescheid – wir nehmen eure Hinweise gerne auf!)

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Unterwegs gen Europa

Die neue Odyssee. Eine Geschichte der europäischen Flüchtlingskrise von Patrick Kingsley

Patrick Kingsley ist seit Anfang des Jahres 2015 der Migrationskorrespondent der britischen Tageszeitung The Guardian, und damit gewissermaßen der erste seiner Art: Der Journalist, schon vorher in Ägypten stationierter Auslandskorrespondent, konzentriert sich seitdem auf alle Ereignisse rund um das Thema Migration. Wie wir alle wissen, spitzte sich dann im Sommer 2015 die Flüchtlingskrise erheblich zu und es erwies sich, dass der Chefredakteur des Guardian in sehr weiser Voraussicht gehandelt hatte…

In Die neue Odyssee. Eine Geschichte der europäischen Flüchtlingskrise fasst Patrick Kingsley nun die Ereignisse, seine Erlebnisse und Erfahrungen des Jahres 2015 zusammen, um uns Glücklichen, die wir mit einem Dach über dem Kopf im sicheren Europa sitzen, möglichst begreifbar zu machen, warum so viele Menschen sich auf einen unglaublich gefährlichen und beschwerlichen Weg machen, wer sie sind, was sie antreibt und welchen Gefahren sie sich aussetzen.

Denn er sagt – garantiert zu Recht – dass wir noch so oft Fotos von überfüllten Schlauchbooten und drängenden Rettungsaktionen in den Medien sehen können. Wir können uns dennoch nicht vorstellen, was der direkte Anblick eines solchen Flüchtlingsbootes auslöst, geschweige denn, wie es denjenigen geht, die sich auf ihrem Kontinent so unsicher gefühlt haben, dass sie sich mit diesem wackeligen Gefährt auf das offene Meer begeben haben.

Sowohl für seinen Arbeitgeber als auch für dieses Buch ist Patrick Kingsley also den Routen der Flüchtlinge gefolgt:

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Rezept aus der Biokiste: Mangold

Vor ein paar Tagen haben wir endlich unsere erste Biokiste bekommen – morgens um 4.50 Uhr hat’s geklingelt! Das wäre wohl auch die übliche Lieferzeit – dieser Bio-Lieferant ist damit also schon mal nicht optimal, wir werden uns durch ein paar durchprobieren).

Wie auch immer: Das Tollste an einer Biokiste ist ja, aus meiner Sicht zumindest, nicht, dass die Produkte alle bio und oft auch regional sind sowie dass sie direkt an die Wohnungstür geliefert werden (auch wenn das auch schon ziemlich fantastisch ist).

Nein, für mich ist das Tollste, dass dadurch Gemüse- und Obstsorten im Kühlschrank landen, die ich sonst so gut wie nie im Supermarkt kaufen würde.

Dementsprechend probieren wir Neues aus – auch neue Rezepte, die ich hier mit euch teilen werde. Vielleicht bekommt ihr ja Lust, das übliche Einerlei auch ein bisschen aufzumischen:

Gedünsteter Mangold mit getrockneten Tomaten

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Von Visionen, Folterkammern und jahrelangen Schatten

„The Blue Line“ von Ingrid Betancourt

Bücher, die in ihrem Titel das Wort Argentinien tragen oder deren Geschichte sich um dieses Land drehen, ziehen mich (oft) magisch an. So blieb ich auch an Ingrid Betancourts „The Blue Line“ (bisher nicht auf Deutsch übersetzt) hängen, als ich es durch Zufall in die Hände bekam und den Klappentext las:

Der Roman dreht sich um die Militärdiktatur in Argentinien von 1976 bis 1983, eine der heftigsten und gewalttätigsten, die das Land und die ganze Region gesehen haben. Unter der rechts gerichteten Militärregierung verschwanden zig Menschen, die sogenannten Desaparecidos, deren genaue Anzahl bis heute umstritten ist und die in zahlreichen Fällen buchstäblich einfach von der Bildfläche verschwanden und in geheimen Gefängnissen und Folterzentren festgehalten und missbraucht wurden. Sehr viele wurden in Massengräbern gefunden, die Körper zahlreicher anderer sind auf immer verschwunden – die Handlanger der Militärregierung warfen sie aus Flugzeugen über dem Meer ab.

„The Blue Line“ erzählt nun von zwei Desaparecidos, die überlebt haben, Julia und Theo, und deren verworrene Lebensgeschichte mit diversen Zeitsprüngen beschrieben wird: Die beiden lernen sich in ihrer Jugend in Buenos Aires kennen und treten der Montoneros-Bewegung (eine linksgerichtete Guerilla-Organisation, die Juan Domingo Perón anhing) bei. Ihre Gesinnung macht sie nach dem Militärputsch zu Zielscheiben der neuen Regierung und es dauert nicht lange, bis sie aus ihrer Wohnung entführt und -getrennt – in eines der Folterzentren gebracht werden. „Von Visionen, Folterkammern und jahrelangen Schatten“ weiterlesen

#FreeWordsTurkey

Spätestens seit der Attacke auf die Charlie Hebdo Redaktion setzt sich der Börsenverein des deutschen Buchhandels für die Meinungs- und Pressefreiheit ein, unter dem Stichwort „Für das Wort und die Freiheit“.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Türkei richtet der Börsenverein zusammen mit dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen eine Petition an Angela Merkel und Jean-Claude Juncker. In dieser wird ein entschiedenes Eintreten für die Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei und Nothilfe für akut betroffene Journalisten und Autoren gefordert.

Die Online-Petition könnt ihr, sofern euch das Thema ebenfalls am Herzen liegt, hier unterstützen – und euch vorher noch ausführlichere Informationen per Video ansehen oder erlesen.

Zurück nach Hogwarts mit der nächsten Generation

„Harry Potter and the Cursed Child“ – Das Skript zum Theaterstück

Als „Harry Potter und der Stein der Weisen“ erschien, war ich noch in der Grundschule. In der dritten oder vierten Klasse war ich längst ein kleiner Bücherwurm und die Entdeckung der magischen Welt rund um Hogwarts war ein Lesehighlight meiner jungen Jahre. Ich gehöre zu genau der Harry Potter Generation, die Jahr um Jahr dem neuen Buch entgegenfieberte und mit den Charakteren zusammen aufwuchs – und sich bis heute ihrer Faszination mit diesem (leider, leider fiktiven) Paralleluniversum nicht erwehren kann.

Und nun: ein neues Buch, eine neue Geschichte, trotz all der großen Reden, die Joanne K. Rowling geschwungen hat: mit dem siebten Buch sei Schluss, das sei immer so geplant gewesen. Aber die Autorin entkommt ihrer Welt wohl noch nicht.

Klar, dass ich „Harry Potter and the Cursed Child“ per Pre-Order bei Amazon UK bestellen musste, auch wenn ich eigentlich vorhatte, erst mal meinen SUP aufzulesen (oder zumindest zu verkleinern). Tja, hat nicht geklappt: Am letzten Wochenende war Flauberts „Madame Bovary“ einfach nicht spannend genug, als dass ich an dem orange-schwarzen Einband hätte vorbeigehen können. Ich habe das Buch im Laufe des Wochenendes verschlungen, was angesichts der Tatsache, dass es ein Drama und bei weitem nicht so voluminös wie die anderen Harry Potter Bände ist, nun auch wieder nicht so beeindruckend ist.

Aber endlich zum eigentlich Entscheidenden: Wie ist der neue Harry Potter?

(Achtung, von hier an Spoiler-Alert! Wer nur meine Meinung lesen will, bitte nach unten scrollen.)

Die meisten, die diesen Post lesen und nicht völlig abseits von den Buch-Neuigkeiten der letzten Monate gelebt haben, werden wissen, dass die Geschichte 19 Jahre nach dem großen Sieg über Lord Voldemort ansetzt, genau genommen im Epilog des letzten Buches: Harry und Ginny Potter sowie Ron und Hermione Granger-Weasley bringen ihre Kinder zum Hogwarts-Express – für Albus Potter und Rose Granger-Weasley ist es das erste Jahr in der Zaubererschule. Doch während Rose ganz nach ihrer Mutter kommt und mit erstaunlichem Pragmatismus genau die richtigen Freunde für sich und Albus suchen will, freundet der sich im Zug prompt mit einem der „seltsamen“ Kinder an: Scorpius Malfoy, Sohn von Draco Malfoy. Nicht nur dank seines Familienstammbaums ist Scorpius nicht gerade beliebt – ihn umranken noch dazu Gerüchte, er sei Lord Voldemorts Sohn… „Zurück nach Hogwarts mit der nächsten Generation“ weiterlesen

Auf nach Istanbul…

…zumindest auf 500 Seiten:

Diese Fremdheit in mir von Orhan Pamuk

Wusstet ihr, dass man mit einem Interrail-Ticket bis nach Istanbul reisen kann? Irgendwo in unseren Köpfen hatten meine Schwester und ich diese fixe Idee, es bis dorthin zu schaffen, als wir vor ein paar Jahren quer durch Europa unterwegs waren. Die Zeit war letztlich doch zu knapp und Osteuropa zu vielseitig, sodass wir „nur“ bis Bulgarien gekommen sind.

Trotzdem habe ich seit diesem Sommer (fast) das Gefühl schon mal da gewesen zu sein und der Stadt außerdem ein paar Jahrzehnte beim Wachsen und sich Verändern zugesehen habe – dank Orhan Pamuks Roman Diese Fremdheit in mir.

Der Literaturpreisträger erzählt eine fesselnde Familiensaga, in der wir nicht nur in die Verhältnisse, Intrigen und Glücksmomente zweier Familien eintauchen, sondern auch Istanbul, die als Stadt-Charakter erscheint, in ihrem Werdegang von den späten 60er Jahren bis in die 2000er hinein beobachten.

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