Zurück nach Hogwarts mit der nächsten Generation

„Harry Potter and the Cursed Child“ – Das Skript zum Theaterstück

Als „Harry Potter und der Stein der Weisen“ erschien, war ich noch in der Grundschule. In der dritten oder vierten Klasse war ich längst ein kleiner Bücherwurm und die Entdeckung der magischen Welt rund um Hogwarts war ein Lesehighlight meiner jungen Jahre. Ich gehöre zu genau der Harry Potter Generation, die Jahr um Jahr dem neuen Buch entgegenfieberte und mit den Charakteren zusammen aufwuchs – und sich bis heute ihrer Faszination mit diesem (leider, leider fiktiven) Paralleluniversum nicht erwehren kann.

Und nun: ein neues Buch, eine neue Geschichte, trotz all der großen Reden, die Joanne K. Rowling geschwungen hat: mit dem siebten Buch sei Schluss, das sei immer so geplant gewesen. Aber die Autorin entkommt ihrer Welt wohl noch nicht.

Klar, dass ich „Harry Potter and the Cursed Child“ per Pre-Order bei Amazon UK bestellen musste, auch wenn ich eigentlich vorhatte, erst mal meinen SUP aufzulesen (oder zumindest zu verkleinern). Tja, hat nicht geklappt: Am letzten Wochenende war Flauberts „Madame Bovary“ einfach nicht spannend genug, als dass ich an dem orange-schwarzen Einband hätte vorbeigehen können. Ich habe das Buch im Laufe des Wochenendes verschlungen, was angesichts der Tatsache, dass es ein Drama und bei weitem nicht so voluminös wie die anderen Harry Potter Bände ist, nun auch wieder nicht so beeindruckend ist.

Aber endlich zum eigentlich Entscheidenden: Wie ist der neue Harry Potter?

(Achtung, von hier an Spoiler-Alert! Wer nur meine Meinung lesen will, bitte nach unten scrollen.)

Die meisten, die diesen Post lesen und nicht völlig abseits von den Buch-Neuigkeiten der letzten Monate gelebt haben, werden wissen, dass die Geschichte 19 Jahre nach dem großen Sieg über Lord Voldemort ansetzt, genau genommen im Epilog des letzten Buches: Harry und Ginny Potter sowie Ron und Hermione Granger-Weasley bringen ihre Kinder zum Hogwarts-Express – für Albus Potter und Rose Granger-Weasley ist es das erste Jahr in der Zaubererschule. Doch während Rose ganz nach ihrer Mutter kommt und mit erstaunlichem Pragmatismus genau die richtigen Freunde für sich und Albus suchen will, freundet der sich im Zug prompt mit einem der „seltsamen“ Kinder an: Scorpius Malfoy, Sohn von Draco Malfoy. Nicht nur dank seines Familienstammbaums ist Scorpius nicht gerade beliebt – ihn umranken noch dazu Gerüchte, er sei Lord Voldemorts Sohn… „Zurück nach Hogwarts mit der nächsten Generation“ weiterlesen

Auf nach Istanbul…

…zumindest auf 500 Seiten:

Diese Fremdheit in mir von Orhan Pamuk

Wusstet ihr, dass man mit einem Interrail-Ticket bis nach Istanbul reisen kann? Irgendwo in unseren Köpfen hatten meine Schwester und ich diese fixe Idee, es bis dorthin zu schaffen, als wir vor ein paar Jahren quer durch Europa unterwegs waren. Die Zeit war letztlich doch zu knapp und Osteuropa zu vielseitig, sodass wir „nur“ bis Bulgarien gekommen sind.

Trotzdem habe ich seit diesem Sommer (fast) das Gefühl schon mal da gewesen zu sein und der Stadt außerdem ein paar Jahrzehnte beim Wachsen und sich Verändern zugesehen habe – dank Orhan Pamuks Roman Diese Fremdheit in mir.

Der Literaturpreisträger erzählt eine fesselnde Familiensaga, in der wir nicht nur in die Verhältnisse, Intrigen und Glücksmomente zweier Familien eintauchen, sondern auch Istanbul, die als Stadt-Charakter erscheint, in ihrem Werdegang von den späten 60er Jahren bis in die 2000er hinein beobachten.

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Nächstes Reiseziel: Luxemburg

Vor ungefähr zweieinhalb Jahren durfte ich Quietschfidel während meines Auslandssemesters mit Berichten aus Manila bereichern. Da ich nun seit über einem halben Jahr in Luxemburg lebe, freue ich mich, jetzt einen Einblick in dieses Land geben zu können. Natürlich dauert es, bis man in einer neuen Umgebung das Café mit dem leckersten Kuchen, den perfekten Platz in der Innenstadt, um Leute zu beobachten oder die beste Strecke zum Longboard fahren entdeckt hat. Da aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis viele noch nie in Luxemburg waren, möchte ich hier vor allem einen Überblick über mögliche Reiseziele  geben und Lust auf einen Besuch dieses kleinen Landes machen.

Luxemburg grenzt an Belgien, Deutschland und Frankreich und hat eine Fläche von 2.586 km² auf der ca. 570.000 Einwohner leben. Hier ein kurzer Überblick über die verschiedenen Gebiete des Landes:

  • Das Ösling ist im Norden Luxemburgs als Ausläufer der Ardennen von Hochebenen, Flusstäler  und einen hohen Waldanteil geprägt. Aufgrund der besonderen Landschaft bietet sich diese Region für verschiedene Freizeitaktivitäten wie Wanderungen oder Fahrradtouren an. Damit lässt sich der Besuch einer Reihe von Sehenswürdigkeiten verbinden, wozu vor allem die alten Burgen und Schlösser zählen. In dem Ort Clervaux, in einem Tal gelegenen und von Wald umgebenen, kann zum einen im Schloss die Sammlung The Family of Men von Edward Steichen besichtigt werden, welche als UNESCO-Weltdokumentenerbe eingeschrieben ist. Zum anderen gibt es das Museum der Modelle der Burgen und Schlösser Luxemburgs. Es bietet einen guten Überblick und kann als Inspiration für den Besuch weiterer Orte dienen, wie zum Beispiel dem Schloss in Vianden oder der Burgruine in Esch-Sauer.

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    Schloss Vianden
  • Im Nord-Osten befindet sich das Müllerthal. Hier kann auf dem sogenannten Müllerthal-Trail gewandert werden, welcher eine beeindruckende Landschaft mit besonderen Steinformationen erleben lässt.
  • Typisch für den Süd-Osten ist das Gebiet der Mosel mit seinen Weinbergen. Auch die Stadt Schengen als bekanntermaßen wichtiger Ort innerhalb der europäischen Geschichte befindet sich hier. Entlang des Mosel-Radwegs kann hier eine Reise entweder bis nach Metz in Frankreich oder nach Koblenz in Deutschland angetreten werden.
  • Einen Kontrast bildet der von der Stahlindustrie geprägte Süden, das sogenannte Minette. In Belval kann eine Stadterweiterung auf einem ehemaligen Industriestandort besichtig werden, welche Elemente der Stahlindustrie integriert und einen Standort für Industriekultur in Luxemburg bildet.
  • Bei einer Reise nach Luxemburg darf natürlich der Besuch der Hauptstadt nicht fehlen. Die Altstadt ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes und unbedingt sehenswert. Auf genaueres gehe ich weiter unten ein.

Das Rad- und Wanderwegenetz ist in Luxemburg sehr vielfältig. Wer das Land bereisen möchte und neben der Stadt Luxemburg auch etwas vom Umland kennenlernen möchte, für den oder die bietet sich eine Fahrradtour von Norden nach Süden an. Der sogenannte Alzette- Radweg beginnt in Ettelbrück, einem kleinen Städtchen im Norden des Landes und führt entlang der Alzette, einem der wichtigsten Fließgewässer Luxemburgs, bis in die Hauptstadt. Da der Radweg außerdem entlang einer Bahnstrecke verläuft, können Teile der Strecke oder der Rückweg mit der Bahn zurückgelegt werden.

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Zu den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt gehören natürlich die Altstadt mit ihren Straßen und Plätzen, den Überbleibseln der Festung sowie dem Palast der großherzoglichen Familie. Ein Highlight ist meiner Meinung nach der Ausblick von den Festungsmauern. Doch auch der Abstieg in den sogenannten Grund lohnt sich, um von dort aus an den Mauern hochzublicken. Für den Weg zurück nach oben steht dann auch ein Fahrstuhl bereit😉 Einen Kontrast zu der Altstadt bildet der Kirchberg, auf dem verschiedene europäische Institutionen und Banken ihren Standort haben. Auch die Philharmonie und das MUDAM (Musée d’Art Moderne) sind hier zu finden und bieten wiederum einen tollen Ausblick auf die Altstadt.

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Der Palast

 

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Blick in den Grund
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Blick in den Grund mit Kirchberg im Hintergrund

Nach dieser Tour ist natürlich erstmal eine Stärkung notwendig. Zu empfehlen sind die kleinen Restaurants Charles und beet, welche sich beide in der Altstadt in der Nähe des Place Guillaume befinden. Bei Charles bekommt man originelle Burger und Sandwiches und bei beet Falafel und Burger in Bio-Qualität. Zwar bieten sie nicht unbedingt die klassische Luxemburgische Küche an, allerdings ist es dort wirklich lecker und es gibt vegetarische und vegane Optionen zu erschwinglichen Preisen. Anschließend darf ein Besuch in der Patisserie Oberweis nicht fehlen. Macarons, Törtchen, Pralinen, … hier ist alles vom Feinsten und auch für Mitbringsel lohnt sich ein Abstecher. Typisch Luxemburgische Produkte sind außerdem im Luxembourg House in der Nähe des Palastes zu finden.

Luxemburg ist auf jeden Fall viele Reisen wert, um die landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten zu entdecken. Und aufgrund der Lage kann ein Besuch super mit weiteren Städtetrips zum Beispiel nach Straßburg, Paris oder Brüssel verbunden werden😉 Also kommt alle gerne her und überzeugt euch selbst!

Citytrip: Aachen

Blackbird

Aachen – Kurstadt, Kaiserpfalz und Stadt am Drei-Länder-Eck. Einst Hochburg der deutschen Kaiser, deren Geschichte bis in die Jungsteinzeit zurückreicht. Mit gut 250.000 Einwohnern ist sie zudem eine überschaubare Großstadt, die ihre 41.000 Studenten unheimlich lebendig machen. Ich habe mich – zumindest ein bisschen – in diese Stadt verliebt und freue mich jedes Mal wieder über die präsente Geschichte, die in vielen Gemäuern der Altstadt steckt.

Falls auch ihr Lust auf einen Wochenendtrip mit Kultur, Sightseeing, gutem Essen und ein bisschen Party habt – voilà, hier kommen meine Tipps für Aachen.

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Auf Weltreise im Namen des Buches

Könnte es Schöneres geben?

Alle Weltenbummler und Bücherwürmer aufgepasst, diesen Namen müsst ihr euch einprägen: Torsten Woywood, Teil der seltenen Spezies abenteuerlustiger Buchhändler, realisiert das faszinierende und mutige Projekt „Around the World in 100 Bookshops“.

Worum geht’s?

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Suomeksi: Musik auf Finnisch

THE LOW-DOWNHeute gibt es etwas auf die Ohren, denn ich stelle euch meine Lieblingsmusik auf Finnisch vor. Auf Finnisch? Jawohl! Denn neben dem Exportschlager Samu Haber (der übrigens auch finnisch singt, wer hätte es gedacht) gibt es hunderte Sänger, Bands und Künstler, die mit uns ihre coolen, tiefgründigen oder verrückten Songs teilen.

Hört euch durch meine Playlist und lasst euch überraschen – von der Vielfalt der finnischsprachigen Musik, dem Klang der Sprache und den mitreißenden Melodien.

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Endlich ein Frauenmagazin mit Inhalt

Gut, das klingt jetzt ein wenig gemein, aber zumindest mir geht es bei den einschlägigen Frauenmagazinen so, dass ich zwar immer mal wieder durchblättere oder über die Homepage scrolle, letztendlich aber sehr selten tatsächlich Inhalte finden, die mich interessieren oder weiterbringen. Neueste Modetrends, was die Stars so treiben und ohnehin völlig überteuerte Beautyprodukte sind einfach nichts, wofür ich mich wirklich begeistern kann.

„Edition F ist das digitale Zuhause für starke Frauen.“

Für alle Frauen – und natürlich auch interessierte Männer -, denen es ähnlich geht, habe ich eine Empfehlung: Das Online Magazin Edition F hat es sich auf die Fahnen geschrieben, über das zu berichten, was das Leben junger Frauen tatsächlich bewegt. „Endlich ein Frauenmagazin mit Inhalt“ weiterlesen