Zwischen den Welten

studium

Ein letztes Mal im Hörsaal sitzen, die letzte Prüfungsleistung erbringen, das letzte Mensaessen mit den Kommilitonen – nun ja – genießen. Dann heißt es Abschied nehmen, vielleicht sogar für immer. Ich selbst war schon etwas wehmütig, als ich meine Masterarbeit im März diesen Jahres abgegeben und mein Zeugnis im Mai abgeholt habe.

Mein erster Vollzeitjob kam vier Wochen nach Studienende. Und mit ihm der große Bruch. Vorbei das selbstbestimmte Arbeiten, vorbei die Unabhängigkeit, vorbei die vielen Freiheiten. Aus Internetforen und Onlineartikeln weiß ich, dass ich nicht die einzige bin, die diese Umstellung unverhofft getroffen hat.

Dieser Post soll euch allen da draußen Mut machen, aus der Seele sprechen und praktische Tipps geben, damit auch ihr die Umstellung von Vollzeitstudium auf Vollzeitjob packt – egal, wie plötzlich euch der Arbeitshammer trifft.

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Liebster Blog Award

Vor kurzem wurden wir für den Liebster Blog Award nominiert – und zwar von Sinah, die auf ihrem Blog ÜberlebensKUNST ebenfalls über die verschiedensten Themen schreibt, von leckeren Rezepten über DIY-Tipps und ganz einfach ihre Gedanken und Gefühle.

Wir bedanken uns hiermit natürlich ganz herzlich für die Nominierung. Ihr findet hier die von Sinah an uns gestellten Fragen, die wir nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet haben ;-). Da wir ja zu zweit sind, hat sich jede einfach dort eingebracht, wo sie etwas zu sagen hatte.

Klar, dass wir außerdem ein paar weitere Blogs, auf denen wir gerne stöbern, nominiert haben und hoffen, dass unsere Fragen beantwortet und der Award weitergegeben wird! „Liebster Blog Award“ weiterlesen

#FreeWordsTurkey

Spätestens seit der Attacke auf die Charlie Hebdo Redaktion setzt sich der Börsenverein des deutschen Buchhandels für die Meinungs- und Pressefreiheit ein, unter dem Stichwort „Für das Wort und die Freiheit“.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Türkei richtet der Börsenverein zusammen mit dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen eine Petition an Angela Merkel und Jean-Claude Juncker. In dieser wird ein entschiedenes Eintreten für die Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei und Nothilfe für akut betroffene Journalisten und Autoren gefordert.

Die Online-Petition könnt ihr, sofern euch das Thema ebenfalls am Herzen liegt, hier unterstützen – und euch vorher noch ausführlichere Informationen per Video ansehen oder erlesen.

Citytrip: Aachen

Blackbird

Aachen – Kurstadt, Kaiserpfalz und Stadt am Drei-Länder-Eck. Einst Hochburg der deutschen Kaiser, deren Geschichte bis in die Jungsteinzeit zurückreicht. Mit gut 250.000 Einwohnern ist sie zudem eine überschaubare Großstadt, die ihre 41.000 Studenten unheimlich lebendig machen. Ich habe mich – zumindest ein bisschen – in diese Stadt verliebt und freue mich jedes Mal wieder über die präsente Geschichte, die in vielen Gemäuern der Altstadt steckt.

Falls auch ihr Lust auf einen Wochenendtrip mit Kultur, Sightseeing, gutem Essen und ein bisschen Party habt – voilà, hier kommen meine Tipps für Aachen.

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Das Masterprojekt

Masterarbeit

Am 31. März habe ich nach zwei Jahren Masterstudium meine Masterarbeit abgegeben. Mein Masterprojekt war gleichzeitig ein Mammutprojekt – 13 Monate Planung, Vorbereitung und Durchführung. Dabei habe ich viele schöne, anstrengende, interessante und spannende Momente erlebt, die jede Träne, jede Anstrengung und jeden Zweifel definitiv wert waren. Klingt dramatisch? War es zwischenzeitlich auch. Immerhin hat mich dieses Projekt mehr als ein Jahr lang begleitet. In guten wie in schlechten Zeiten sozusagen. Mein Lernzuwachs war enorm, und das nicht nur fachlich. Gerade in Sachen Organisation, Selbstdisziplin und Planung habe ich einiges mitgenommen. Vielleicht helfen euch meine fünf Tipps für eure Masterarbeit.

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Wie man das Nicht-Erzählbare erzählt

Herta Müller: Atemschaukel (2009)

Ein Arbeitslager. Ärmliche, menschenunwürdige Verhältnisse. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Gedanken fliegen sofort zu den Konzentrationslagern der Nazis, doch Schauplatz von Herta Müllers Erzählung „Atemschaukel“ ist ein sowjetisches Lager, seine Protagonisten sind Rumäniendeutsche, die dort die letzten Jahre des Krieges und so einige Jahre danach verbringen.

Das ist letztlich aber gar nicht von Bedeutung, wer hier wen gefangen hält, am Rande des Verhungerns schwerste Arbeit verrichten lässt. Grausamkeit dieser Art hat sich schließlich schon allzu oft in der Geschichte der Menschheit gefunden und wer genau die Protagonisten und Antagonisten einer solchen Erzählung sind, macht ja doch keinen Unterschied. Jede Erzählung dieser Art kann nur versuchen, beispielhaft als Mahnmal zu stehen und zu versuchen, ein Elend in Worte zu fassen, für das es eigentlich keine Worte gibt.

Herta Müller schafft, meiner Ansicht nach, genau das auf eine ganz besondere, eigentümliche und doch unglaublich tiefgehende Art und Weise: „Wie man das Nicht-Erzählbare erzählt“ weiterlesen

Online mit lauter Stimme für Flüchtlinge: #Bloggerfuerfluechtlinge

BFF_1508_ButtonBlau3-300x3001Wer, wie ich, in einer ostdeutschen Stadt lebt und wohnt, hat spätestens seit dem letzten Herbst Bekanntschaft mit Rechtsextremismus, Fremdenhass und den sogenannten Wutbürgern gemacht. Es scheint, dass die Legida-Anhänger, denen sich zigtausende Leipziger, Hallenser und weitere Bürger entgegenstellten und immer noch entgegenstellen, nur ein Vorgeschmack auf das wahre Ausmaß des rassistischen und menschenunwürdigen Gedankenguts waren und sind.

Die Proteste in Dresden, Freital und, die Spitze des Hasses, in Heidenau, sollten jedem gezeigt haben, dass diese Stimmen so schnell nicht verstummen werden – und keine Scheu haben, auch Taten sprechen zu lassen. Gewaltsame, herablassende und völlig ungerechtfertigte Taten gegen Menschen, die traumatisierenden Erfahrungen und lebensbedrohlichen Situationen gerade so entkommen sind, um sich auf eine unsichere Flucht zu wagen, um hier – eigentlich – eine Zuflucht zu finden.

Sie verlangen – mit gutem Recht – unsere (ja wohl hoffentlich menscheneigene) Großzügigkeit und Selbstlosigkeit, unser Verständnis für ihre hilflose, mittellose Lage, die sie zu dieser drastischen Entscheidung gezwungen hat. Spätestens, wenn wir uns in ihre Position versetzen, uns überlegen, wie wir uns an ihrer Stelle fühlen würden und wie wir es wagen können, dem Leid eines anderen Menschen noch mehr Leid hinzuzufügen; spätestens dann können wir uns nur noch FÜR die Flüchtlinge einsetzen, sie willkommen heißen und ihnen von ganzem Herzen wünschen, dass sie hier eine Zukunft finden oder die Möglichkeit haben werden, in eine sichere Heimat zurückzukehren (und damit meine ich natürlich nicht die Abschiebung, sondern die Hoffnung auf ein Ende kriegerischer Konflikte in Syrien, ein Ende von Armut und Existenzängsten auf dem Balkan etc.)

In dem Sinne unterstützen wir aus ganzem Herzen die spontane Initiative #bloggerfuerfluechtlinge, gegründet von einigen wenigen Engagierten, genutzt von mittlerweile mehreren Hunderten Bloggern, um ihre Unterstützung für Flüchtlinge online zu signalisieren. Wir schließen uns der Welle von Solidarität an und rufen euch ebenso dazu auf, laut zu rufen „Refugees Welcome“, sei es online auf eurem Blog, in sozialen Netzwerken oder auf der Straße.

Neben dem Aufruf, als Blogger, Podcaster etc. Mitglied der Initiative zu werden und so Flagge zu zeigen sammeln die #bloggerfuerfluechtlinge auch Geldspenden – alle Infos dazu gibt’s hier.

Auch wer eher knapp bei Kasse ist, findet auf der Homepage Infos, um Flüchtlingen zu helfen, sei es durch Sachspenden oder aktive Mithilfe als Ehrenamtlicher bei der Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen. Die Infos dort reichen euch noch nicht? Hilfreich ist auch dieser Zeit Online Artikel, sowie die Homepage von Pro Asyl, auf der ihr nach regionalen Organisationen suchen könnt, wo eure Hilfe gebraucht wird.

Und für alle Hallenser, Leipziger usw. – am kommenden Montag steht die nächste große Demonstration gegen Legida, Pegida und sonstige rechtsextremistischen Fremdenhasser an, hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung.

Film-Tipp für Globalisierungskritiker…

…und alle, die es noch werden wollen

Ich würde mich persönlich nun wirklich nicht als Globalisierungskritiker/-gegner bezeichnen – ich weiß schon zu schätzen, was uns dank Fortschritt oder Globalisierung alles möglich ist.

Wäre ich ohne Globalisierung momentan dank einem europaweiten Austauschprogramm in Italien? Könnte ich sonst jederzeit mehr oder weniger mal eben so entscheiden, ich möchte gerne mal wieder nach Lateinamerika, um diesen wundervollen Kontinent zu bereisen und womöglich dort zu arbeiten? Hätte ich ohne Fortschritt die Möglichkeit, diese Reise direkt über mein Smartphone zu planen und gar zu buchen, in Kontakt zu treten mit Menschen, die eigentlich einen Ozean entfernt von mir leben? Wäre es möglich ein Produkt wie Yerba Mate in Deutschland problemlos zu bestellen und dann auch nach relativ kurzer Zeit zu erhalten?

Aber was genau ist eigentlich Fortschritt? Was genau bedeutet die immer weiter voranschreitende Globalisierung für uns? Einige (aus meiner Sicht zumindest erst mal) positiven Aspekte findet ihr im vorausgegangenen Absatz angedeutet – der Film, den ich euch empfehlen will, beschäftigt sich insbesondere mit den negativen Auswirkungen der stetigen Weiterentwicklung unserer Welt: „Surviving Progress“, so sein Name und so auch die ungefähre Gesamtaussage: Fortschritt ist nicht immer positiv, das ist zwar in unseren Köpfen so vorprogrammiert, denn spätestens seit der Industriellen Revolution haben sich Produzierungsprozesse immer weiter immer rasanter verändert, sind schneller geworden und brauchen weniger menschliche „Hilfe“. Autos sind schneller und womöglich einige auch noch benzinsparend, dazu der Komfort, den das neuere Modell bietet – und wir kaufen. Die neue Computergeneration ist wieder ein bisschen leichter und ein bisschen schneller – wir kaufen. „Film-Tipp für Globalisierungskritiker…“ weiterlesen

Meine neuen Chamäleon-Hühner-Füße

Frauen wird ja allzu gerne nachgesagt, sie seien verrückt nach Schuhen – ich sehe mich dabei persönlich als Ausnahmefall: Eigentlich gehe ich eher ungern Schuhe kaufen und von einer Passion für meine Schuhe kann eigentlich nicht die Rede sein.

ABER: Jetzt muss ich doch mal über ein Paar Schuhe berichten, das ich vor ein paar Wochen gekauft habe und das quasi ein Teil meines Körpers geworden ist. Die Geschichte begann eigentlich damit, dass ich auf der Trekking-Tour in den Cinque Terre nur ein Paar Schuhe dabei hatte und dann auch noch geschickt genug war, diese fast vom Meer fressen zu lassen…

Deswegen und auch, weil ich Bedarf an einem weiteren Schuhpaar hatte, das sich für sportliche Outdoor-Aktivitäten wie Fahrradtouren und Trekking eignet, aber sommerlich leicht ist, hoffte ich auf eine Sorte Sandalen oder sportliche Ballerinas, mit denen man auch mal problemlos in eine Pfütze treten oder durch einen Bach stapfen kann, ohne stundenlang klatschnasse Füße zu haben.

Barfußschuhe – wieso, was, warum?

wpid-imag0893_1.jpgSprich, so etwas wie Tewa-Sandalen, aber in hübsch, da ich von mir selbst weiß, dass ich dann doch zu ästhetisch veranlagt bin, als dass ich etwas anziehen würde, was ich hässlich finde. Nach ausgiebigen, aber eher erfolglosen Suchen im Internet, bin ich auf das Konzept der Barfußschuhe gestoßen – vielleicht seid ihr auch schon einmal einem dieser mysteriösen, eigentlich menschlich aussehenden Wesen begegnet, die statt „ordentlichen“ Schuhen/Füßen quasi eine zweite Hautschicht trugen, wie Handschuhe für die Füße mit einem „Abteil“ für jeden Zeh? „Meine neuen Chamäleon-Hühner-Füße“ weiterlesen

Back To The Winter

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Ich hab’s doch noch geschafft – letztes Wochenende war ich, statt das erste Mal ins Meer zu springen, in Slowenien zum Ski fahren. Zugegebenermaßen, der Schnee war nicht mehr ganz so toll und der Samstag sogar ziemlich verregnet, aber diesen Wunsch musste ich mir einfach aus Prinzip noch erfüllen. „Back To The Winter“ weiterlesen