Unterwegs gen Europa

Die neue Odyssee. Eine Geschichte der europäischen Flüchtlingskrise von Patrick Kingsley

Patrick Kingsley ist seit Anfang des Jahres 2015 der Migrationskorrespondent der britischen Tageszeitung The Guardian, und damit gewissermaßen der erste seiner Art: Der Journalist, schon vorher in Ägypten stationierter Auslandskorrespondent, konzentriert sich seitdem auf alle Ereignisse rund um das Thema Migration. Wie wir alle wissen, spitzte sich dann im Sommer 2015 die Flüchtlingskrise erheblich zu und es erwies sich, dass der Chefredakteur des Guardian in sehr weiser Voraussicht gehandelt hatte…

In Die neue Odyssee. Eine Geschichte der europäischen Flüchtlingskrise fasst Patrick Kingsley nun die Ereignisse, seine Erlebnisse und Erfahrungen des Jahres 2015 zusammen, um uns Glücklichen, die wir mit einem Dach über dem Kopf im sicheren Europa sitzen, möglichst begreifbar zu machen, warum so viele Menschen sich auf einen unglaublich gefährlichen und beschwerlichen Weg machen, wer sie sind, was sie antreibt und welchen Gefahren sie sich aussetzen.

Denn er sagt – garantiert zu Recht – dass wir noch so oft Fotos von überfüllten Schlauchbooten und drängenden Rettungsaktionen in den Medien sehen können. Wir können uns dennoch nicht vorstellen, was der direkte Anblick eines solchen Flüchtlingsbootes auslöst, geschweige denn, wie es denjenigen geht, die sich auf ihrem Kontinent so unsicher gefühlt haben, dass sie sich mit diesem wackeligen Gefährt auf das offene Meer begeben haben.

Sowohl für seinen Arbeitgeber als auch für dieses Buch ist Patrick Kingsley also den Routen der Flüchtlinge gefolgt:

„Unterwegs gen Europa“ weiterlesen

#FreeWordsTurkey

Spätestens seit der Attacke auf die Charlie Hebdo Redaktion setzt sich der Börsenverein des deutschen Buchhandels für die Meinungs- und Pressefreiheit ein, unter dem Stichwort „Für das Wort und die Freiheit“.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Türkei richtet der Börsenverein zusammen mit dem PEN-Zentrum Deutschland und Reporter ohne Grenzen eine Petition an Angela Merkel und Jean-Claude Juncker. In dieser wird ein entschiedenes Eintreten für die Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei und Nothilfe für akut betroffene Journalisten und Autoren gefordert.

Die Online-Petition könnt ihr, sofern euch das Thema ebenfalls am Herzen liegt, hier unterstützen – und euch vorher noch ausführlichere Informationen per Video ansehen oder erlesen.

Endlich ein Frauenmagazin mit Inhalt

Gut, das klingt jetzt ein wenig gemein, aber zumindest mir geht es bei den einschlägigen Frauenmagazinen so, dass ich zwar immer mal wieder durchblättere oder über die Homepage scrolle, letztendlich aber sehr selten tatsächlich Inhalte finden, die mich interessieren oder weiterbringen. Neueste Modetrends, was die Stars so treiben und ohnehin völlig überteuerte Beautyprodukte sind einfach nichts, wofür ich mich wirklich begeistern kann.

„Edition F ist das digitale Zuhause für starke Frauen.“

Für alle Frauen – und natürlich auch interessierte Männer -, denen es ähnlich geht, habe ich eine Empfehlung: Das Online Magazin Edition F hat es sich auf die Fahnen geschrieben, über das zu berichten, was das Leben junger Frauen tatsächlich bewegt. „Endlich ein Frauenmagazin mit Inhalt“ weiterlesen

Kühne Forschung und düstere Romantik…

…in Thea Dorns „Die Unglückseligen“

Unsterbliche treffen Leser vor allem in Science-Fiction- und Fantasy-Romanen. Dass sie dort öfters mal auftauchen, hängt wohl mit unserer allgemeinen Faszination mit der Idee eines ewigen Lebens und unserer Abneigung gegenüber dem Tod zusammen. Dass sie in Gesellschafts- oder Liebesromanen eher selten einen Auftritt hinlegen, könnte damit zusammenhängen, dass es der Wissenschaft eben (noch) nicht gelungen ist, den Menschen (oder sonst irgendein Lebewesen) unsterblich zu machen oder zumindest den Alterungsprozess signifikant zu verlangsamen.

Was hat also ein verrückter Physiker, der laut Wikipedia zu Beginn des 19. Jahrhunderts verstorben ist, in einem Roman zu suchen, der in der aktuellen Zeit spielt? „Kühne Forschung und düstere Romantik…“ weiterlesen

Online Shopping abseits von Amazon und Co.

Öko Online, Teil 2

Dies ist der zweite Teil meiner/unserer neuen Serie, die ursprünglich als „Online shoppen – faire Varianten“ geplant war. Der erste Teil erschien auch unter diesem Titel, nun habe ich aber per Zufall in den letzten Tagen noch so viele spannende Tipps dazu aufgegabelt, was und wo man alles so online in Sachen Nachhaltigkeit und Fairtrade unterwegs sein kann, dass ich entschieden habe, das Konzept der Serie zu erweitern.

Die Homepages, Apps und Blogs, die ich vorstellen werde, bieten außer Informationen auch die Möglichkeit, mehr oder weniger aktiv etwas für die ominöse Rettung der Welt zu tun und den eigenen Lebensstil mit ihrer Hilfe nachhaltiger und fairer zu gestalten.

Unbenannt

© Fairmondo

Nachdem es letztes Mal um eine reine Online-Buchhandlung ging, der sich mit seinen Umsätzen für den Erhalt des Regenwaldes einsetzt, zeige ich euch dieses Mal einen Online-Shop, bei dem ihr so gut wie alles kriegt: Fairmondo.

Fairmondo beschreibt sich selbst als „eine faire Alternative zu den Marktriesen im Online-Handel“ – dass hiermit allen voran Amazon gemeint ist, ist wohl ziemlich offensichtlich. „Online Shopping abseits von Amazon und Co.“ weiterlesen

Seedread – Der Buchshop, der Bäume pflanzt

Öko Online, Teil 1

Online Shopping auf Amazon, Zalando & Co. ist uns in Fleisch und Blut übergegangen. Ein, zwei, drei Klicks und ich habe gefunden,was ich haben möchte. Die Auswahl ist unglaublich groß, die Preise oft besonders niedrig und die Lieferzeiten werden immer kürzer – Amazon Prime Now ist in ersten deutschen Städten schließlich schon aktiv. Hoch lebe der Konsum.

Wäre ja auch alles ziemlich fantastisch (ich finde ja auch, dass man Amazon zuallererstmal anerkennen sollte, dass sie ein unglaubliches Gespür für neue Entwicklungen haben – und keine Scheu, die ersten zu sein, die ins kalte Wasser springen), wenn nicht…ja, was eigentlich? Für mich ist das Problem mit Amazon neben der nahezu Monopolstellung, der Umgang mit den Mitarbeitern. Übrigens ist das ja auch bei Paketdiensten an sich nicht immer so pralle.

Also gebe ich mir Mühe, zumindest Amazon zu vermeiden. (Und dem Paketlieferanten auf de Treppe entgegen zu gehen). Ersteres klappt nicht immer. Aber es gibt Alternativen – und die, die mir bekannt sind und hoffentlich in Zukunft auffallen, werde ich euch hier nach und nach vorstellen.

Wir beginnen gleich mit einem lebenswichtigen Produkt: das Buch. Ja, ich atme Bücherluft, tagtäglich im Job und in der Freizeit. Ich brauche Bücher. Und eigentlich kaufe ich die meisten Bücher immer noch in der Buchhandlung. Selbst wenn ich schon weiß, welchen Titel ich gerne haben möchte, nutze ich die Ausrede, um einen Streifzug durch dieses Paradies auf Erden zu machen. Buchhandlungen sind für mich ungefähr so gefährlich wie Schuhgeschäfte mit den neuesten Manolo Blahniks für die Sex and the City Protagonistinnen.

Gerade fremdsprachige Bücher bestelle ich allerdings doch gerne online, weil die Buchhandlungen sie auch erst reinbestellen müssten und es so oft schneller und, ja, bequemer geht.

Dafür werde ich in Zukunft Seedread nutzen – den Buchshop, der Bäume pflanzt. „Seedread – Der Buchshop, der Bäume pflanzt“ weiterlesen

Auf die Plätze fertig, ausmisten! – Wohin mit euren alten Sachen?!

Tipps zum Recyceln, Upcyceln, Flohmarkten, Spenden….

Wer sich immer mal wieder unserem allseits verbreiteten Materialismus stellt und sich vor Augen führt, wie viel Kleidung, Unterlagen, Geschenke oder auch einfach nur Kram wir innerhalb kurzer Zeit ansammeln, kommt vielleicht auch öfter mal auf die Idee, auszumisten und sich all dessen zu entledigen, was man nicht mehr braucht und womöglich ohnehin nie gebraucht oder gemocht hat.

So ein Ausmist-Marathon kann nicht nur bitter nötig werden, weil man beispielsweise in eine kleinere Wohnung zieht, er wirkt auch – finde ich – regelrecht befreiend. So automatisch wir auch alle möglichen Waren und Produkte ansammeln, so sehr entlastet uns auch weniger Besitz, weniger Kram um uns herum, der uns einengt und irgendwie unbeweglich macht. Hinzu kommt noch das Thema des besagten, fast schon krankhaften Materialismus – eine passende Inspiration zur Materie bietet der Kommentar von Assya Barette über die Herausforderung, 200 Tage nichts neues zu kaufen.

Aber wohin dann mit all dem Ausgemisteten?

Wegschmeißen ist schließlich – in vielen Fällen – keine Option und wäre eine reine Bestätigung der so oft beklagten Interessenlosigkeit vieler Menschen an unserer Erde, ihrer Bevölkerung und der gemeinsamen Zukunft. Möglichkeiten habt ihr allerdings genug. Wir wollen euch hier einige Ideen vorstellen, inklusive einiger (noch) weniger lokaler Tipps in Halle (Saale) und Bielefeld, sodass ihr sofort alle Optionen vor der Nase habt.

„Auf die Plätze fertig, ausmisten! – Wohin mit euren alten Sachen?!“ weiterlesen