#ferrantefever: Ein bisschen hat’s auch mich erwischt

Meine geniale Freundin von Elena Ferrante

Kaum ein Titel der Unterhaltungsliteratur wurde schon vor und seit seinem Erscheinen dieses Jahr so gehypt wie Elena Ferrantes Meine geniale Freundin, der erste Band einer Tetralogie, die im Neapel der 50er Jahre bis heute spielt.

Nun ist Ferrantes Serie sowohl in Italien, als auch in der englischsprachigen Welt bereits ein Bestseller, wir Deutschen hängen dem ganzen Zirkus ein bisschen hinterher – was auch der Grund ist, dass ich das Buch zwar auf Italienisch gelesen habe, allerdings eben auch erst jetzt (Italienisch im Nebenfach zu studieren heißt nämlich noch lange nicht, dass man irgendeine Ahnung von der dortigen Gegenwartsliteratur hätte).

Angesichts dieses bisherigen Erfolgs jedoch wurde der Titel auch hierzulande mit Hochspannung erwartet und hat sogar seinen eigenen Hashtag: #ferrantefever. Die nächsten Bände sollen nun in kurzer Abfolge ebenfalls erscheinen (der nächste bereits Anfang 2017).

Auch wenn ich mir diese Wartezeit ja sparen und einfach auf Italienisch weiterlesen könnte – ich bin mir noch nicht sicher, ob es dazukommen wird. Sicherlich habe ich nicht mit dem Lesen des letzten Satzes die Fortsetzung bestellt. Das liegt wohl auch an dem noch vorhandenen und stetig größer werdenden Stapel ungelesener Bücher in meinem Regal. Aber auch wenn ich Meine geniale Freundin bzw. L’amica geniale wirklich gern gelesen habe, hat es mich nicht mit dem Verlangen zurückgelassen, sofort weiterlesen zu müssen.

Doch zu der Geschichte selbst:  „#ferrantefever: Ein bisschen hat’s auch mich erwischt“ weiterlesen

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Der Pornostar und die miesepetrige alte Dame

Starlet

„So, say you found a whole lot of money and you’re pretty sure you know whose it is and you’re pretty sure he or she has no idea they ever had it. What would you do?“

Diese Frage muss die Protagonistin Jane (Dree Hemingway) des Films „Starlet“ sich stellen, als sie auf einem privaten Flohmarkt eine alte Thermoskanne von einer alten Frau (Besedka Johnson) kauft und darin 10.000 US$ findet. Zur Info: Jane ist jung, wild, und ein bisschen neben der Spur, sowie chronisch pleite, weil sie den Durchbruch als Pornodarstellerin noch nicht geschafft hat. Sie wohnt bei ihrer Kollegin und deren Freund (man könnte ab und zu auch von Zuhälter sprechen) – zwar in einem riesigen Haus, aber ohne Aussicht auf Veränderung und eigentlich nur in den Tag hineinlebend.

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Freundschaft auf einer neuen Ebene

Eine für vier – für immer und ewig

Eigentlich lese ich schon seit einigen Jahren – ungefähr seit ich 17 war – keine typischen Mädchenbücher mehr. Die meisten sind ohnehin alle gleich, vergleichbar mit den ewigen Liebeskomödien, die Hollywood am laufenden Band produziert. Stattdessen begann ich, viel mehr Klassiker zu lesen, teils, weil ich musste, teils, weil ich es als Herausforderung für mich selbst sah. Auch Fantasy- und verschiedenste Romane haben immer wieder meine Aufmerksamkeit gewinnen können.

Die einzigen „Mädchenbücher“, um sie so zu nennen, die mich weiterhin faszinieren konnten und, wie ich in den letzten Tagen festgestellt habe, immer noch können, sind die Bände „Eine für vier“ von Ann Brashares: Sie drehen sich, kurz und knapp auf den Punkt gebracht, um das Leben und die Freundschaft von vier Mädchen bzw. jungen Frauen.

Um diesen Artikel nicht in die Unendlichkeit zu führen, soll einfach all das, was in den ersten vier Bänden während der Jugend der Charaktere (im Alter zwischen 15 und 19 Jahren), außen vorbleiben. Nur so viel: Die vier, Lena, Bridget, Tibby und Carmen, sind wie Schwestern, die von Geburt an untereinander beste Freundinnen waren. Auch mit all den Veränderungen, die sie auf ihrem Weg in Richtung erwachsen werden und sein, durchgemacht haben, sind sie immer beste Freundinnen geblieben. Dieser fünfte Band, um den es eigentlich gehen soll, findet sie nach einer zehnjährigen Pause an völlig verschiedenen Stellen und hält für die Leser einige Überraschungen – und nicht immer positive – bereit: „Freundschaft auf einer neuen Ebene“ weiterlesen

Was man mit Geld nicht kaufen kann

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die andauernd neue Leute kennen lernen und sich mit allen anfreunden, immer mit anderen Menschen zusammen sein müssen, um sich nicht zu langweilen oder einsam zu fühlen. Aber meine Freunde sind mir wichtig. Es sind nur wenige, was daran liegt, dass es ganz schön schwierig ist, mit allen Kontakt zu halten, wenn man, so wie ich, in den letzten zwei Jahren nur um die fünf Monate in der Heimat verbracht hat. „Was man mit Geld nicht kaufen kann“ weiterlesen